Biographie

Kategorie: Fachtext

02 | Biographie

 

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02 A | Udo Wachtveitl, Allroundtalent aus München

 

Fernsehliebling und Philosoph

 

Musterschüler, Autodidakt und Bastler

 

Udo Wachtveitl wuchs als Einzelkind eines Friseurmeisters am Stadtrand von München auf. Neben seiner Mutter spielten seine Tante, seine Oma und sein Cousin eine große Rolle in der Kindheit. Seine Tante sorgte für die ersten Kontakte zur Fernsehbranche. 1965 arbeitete sie für den Bayrischen Rundfunk in der Kostümabteilung. Sie verschaffte Wachttveitl und seinem Cousin kleine Engagements als Synchronsprecher. Er verdiente mit seiner ersten Sprechrolle innerhalb von drei Tagen 120 Mark. Seine Oma wurde nach diesem Erfolg seine Agentin. Bereits mit 16 Jahren kaufte sich Wachtveitl von seinem Ersparten eine lila „Zündapp Watercooled“. Das Schrauben und Basteln an und das Sammeln von Mopeds gehören seit dieser Zeit zu seinen Leidenschaften. In diesem Zusammenhang erwähnte er häufiger seine "Sachla-Machla“-Mentalität, die ihn Zeit seines Lebens begleitet. Der verstorbene Vater hielt wenig von vorgefertigten Wegen. Er ermutigte seinen Sohn, selber Entscheidungen zu treffen und autark zu leben. Da sein Vater nicht erwartete, dass sein Sohn den Friseursalon übernahm, studierte Wachtveitl nach Abitur und Zivildienst zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität München Jura und nahm nebenbei Schauspielunterricht. Sein Geld verdiente er weiterhin mit Aufträgen als Synchronsprecher und ersten Engagements am Theater. Ohne sein Jurastudium zu beenden, entwickelte er sich mit den Jahren zu einem der bekanntesten Fernsehschauspieler Deutschlands. Als er mit 21 Jahren zu wenig Geld hatte, um eine Wohnung zu mieten, kaufte er eine runtergekommene Altbauwohnung im Westend von München und krempelte die Ärmel hoch. Seine "Sachla-Machla“-Mentalität half ihm dabei, dass auch dieses Projekt gelang. Während er 1991 als Tatortkommissar engagiert war und sich beruflich längst etabliert hatte, entschied er sich dafür, parallel zum Beruf Philosophie zu studieren. Seine Magisterarbeit schrieb er zum Thema: "Stellen Karikaturen einen Einwand gegen die Ähnlichkeitsreferenztheorie des Bildes dar?" Als Magister Artium bestand er die Arbeit mit der Note 1,3.

 

Udo Wachtveitl: Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Synchronstimme

 

Udo Wachtveitl, geboren am 21. Oktober 1958 in München-Pasing, gehört seit 1991 als Hauptkommissar „Franz Leitmayr“ zum Erfolgsteam des ARD Krimi-Tatort. Gemeinsam mit Miroslav Nemec, der den Hauptkommissar „Ivo Batic“ darstellt, dreht der Schauspieler seit 24 Jahren für den Bayrischen Rundfunk in München. Neben seinen Berufen als Schauspieler, Regisseur oder Drehbuchautor wurde Udo Wachtveitl zuerst als Synchronsprecher bekannt. Bereits als Kind synchronisierte er in den 1960er Jahren Serienrollen in „Meister Eder und sein Pumuckel“ oder in „Tommy und seine Freunde“. In den 70er Jahren folgten Sprechrollen in Kinderfilmen, dazu gehörte z. B. der Charakter „Emil“ aus „Pan Tau“. Udo Wachtlveitl ist seiner ersten Profession bis heute treu geblieben. Auch aktuell leiht er vielen Dokumentationen und internationalen Filmstars seine Stimme. Ob Pierce Brosnan, Kiefer Sutherland oder Pater Karras in „Der Exorzist“, die Meeresschildkröte „Crush“ in „Findet Nemo“ oder die erste Stimme als „Gusto Gummi“ in „Disneys Gummibärenbande“, das Synchronisieren gehört zu seinen Leidenschaften. 1979 spielte er erstmals unter der Regie von Dieter Wedel in „Der Mann, der kein Auto mochte“. Seinen Durchbruch vor der Kamera hatte er im Jahr 1981 unter der Regie von Rainer Wolffhardt. Für den Bayrischen Rundfunk übernahm er eine Rolle im TV-Zweiteiler „Die Rumplhanni“. Die Bierbrauer-Familiensaga „Die Wiesingers“ verhalf ihm 1984 zur endgültigen Bekanntheit im deutschen Fernsehen, 1987 spielte er auch in der BR-Serie „Zur Freiheit“. Seitdem war er in zahlreichen TV-Produktionen zu sehen. Seinen ersten Kinoauftritt hatte er in Claude Lelouchs französischem Film „Der Glückspils“ im Jahr 1988. Bereits zehn Jahre führte er im Film „Silberdisteln“ Regie. Das Drehbuch stammte ebenfalls von ihm. Er wurde mit zahlreichen Auszeichnungen für seine künstlerische Arbeit geehrt. Bereits 1997 erhielt er gemeinsam mit Miroslav Nemec den Preis „Goldener Löwe, 2011 den renommierten Grimme-Preis, zweimal wurde ihm der Bayrische Filmpreis verliehen. 2012 erhielt er außerdem den Bayrischen Verdienstorden. 2014 folgte der Bayerische Poetentaler.

 

Udo Wachtlveitl, ein Münchener mit Bodenhaftung

 

Bis heute ist der 1,87 Meter große Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Synchronsprecher Wachtlveitl seiner Heimatstadt München treu geblieben. Auch wenn er nach seiner privaten Ausbildung im Fach Schauspiel im berühmten Hamburger Thalia Theater auf der Bühne stand, kehrte er immer wieder nach Engagements im In- und Ausland nach München zurück. 2014 konnten Besucher des Oktoberfests den Tatortkommissar in Aktion sehen. Der TV-Krimi „Die letzte Wiesn“ wurde im Herbst Jahr 2015 ausgestrahlt. Privat besitzt der bodenständige Münchener Udo Wachtlveitl übrigens keine eigene Lederhose, ganz im Gegensatz zu seinem in Zagreb geborenen Kollegen Nemec. Sind Sie neugierig und möchten mehr über das private Glück und den beruflichen Erfolg des Schauspielers Udo Wachtveitl erfahren? Kein Problem, lesen Sie unsere Star-News auf vip.de.

 

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02 B | Alfred Biolek

 

Alfred Biolek stammt ursprünglich aus Freistadt, einer Kleinstadt in der ehemaligen Tschechoslowakei. Geboren am 10. Juli 1934, verlebte er seine ersten Jahre als behüteter Sohn einer wohlhabenden bürgerlichen Familie. Gemeinsam mit seinen Eltern, Joseph und Hedwig Biolek, und den beiden Brüdern zog die Familie 1946 in die Nähe von Stuttgart. In Waiblingen arbeitete sein Vater als Rechtsanwalt.

 

Die Liebe zu Kunst, Kultur und Kochen entwickelte der junge Alfred Biolek als Kind, geprägt durch seine Mutter. Das innige Verhältnis zur ehemaligen katholischen Klosterschülerin und Laienschauspielerin prägte Alfred Biolek sehr. In der Klut-Kochshow „alfredissimo“ lobte er immer wieder ihre ausgezeichneten Qualitäten als Köchin schlesischer Traditionsgerichte.

 

Nach dem Abitur im Jahr 1954 trat Alfred Biolek zunächst in die Fußstapfen seines Vaters und studierte Jura. Als Prädikatsabsolvent und promovierter Jurist beendete er 1962 sein Studium. Schnell entdeckte er seine Leidenschaft fürs Fernsehen. Während er anfangs noch als Jurist beim ZDF arbeitete, begann seine einzigartige Karriere als Redakteur, Moderator und Produzent. Nach „Tips für Autofahrer“ produzierte er 1974 die populäre Sendung „Am laufenden Band“.

 

Alfred Biolek erlebte eine ruhmreiche Fernsehkarriere. Mit Sendungen wie „Bio’s Bahnhof“ oder „Boulevard Bio“, ausgestrahlt von 1991 bis 2003, entwickelte er neue Formate für die Spaten Talentschmiede und Fernsehtalk. Immer den Ton treffend, freundlich, gut vorbereitet und integer, gilt er vielen Medienschaffenden bis heute als Vorbild der verschiedenen Genres. Im Jahr 2006 wurde seine beliebte Kochsendung „alfredissimo“ abgedreht. Dann zog sich Alfred Biolek als Moderator zurück. Er lebt bis heute in der Domstadt Köln.

 

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ELLEN MARQUARDT | TEXTERIN BLOG